Hortkonzept

Hortkonzeption der 36.Grundschule

Unser Hort stellt sich vor

Mit dem Schuljahr 2020/2021 wurde unsere Schule neu gegründet und damit auch der Hort.

Für etwa 102 Kinder besteht die Möglichkeit, den offenen Ganztagsbetrieb der Schule zu nutzen. Schüler im Alter von 6-8 Jahren werden momentan im Hort betreut. Sechs Erzieherinnen und eine kommisarisch eingesetzte koordinierende Fachkraft gestalten in der Zeit von 6.00-18.00 Uhr gemeinsam mit den Kindern den Tagesablauf. An den Nachmittagen werden den Schülern Gruppen übergreifend Freizeitangebote, sowie verschiedene Arbeitsgemeinschaften und Aktionen angeboten ( z.B. Englisch und Kunst, Basteln ).

Voraussetzungen und pädagogische Zielsetzung

Der Hort ist ein wichtiger Freizeitbereich in unserer Grundschule. Hier erhalten die Kinder die Möglichkeit, sich entsprechend ihren Neigungen, Interessen und Wünschen zu betätigen, ihre Hausaufgaben anzufertigen und sich zu erholen. Unsere Einrichtung soll eine kulturvolle , kindgemäße Stätte sein , in der sich die Kinder gern aufhalten und möglichst viel Freude empfinden. Hier sollen vielfältige soziale Beziehungen entstehen, aber auch genügend Freiräume für die Selbstverwirklichung jedes Kindes vorhanden sein. Der Hortnachmittag soll die Kinder zunehmend in die Lage versetzen, ihre freie Zeit selbständig zu gestalten.

Ziel unserer Hortarbeit ist es, dass die Kinder gern in den Hort kommen, sich wohl und geborgen fühlen, ihre Wünsche und Interessen nachgehen können und Selbstvertrauen und Selbstständigkeit weiterentwickeln.

In der Hortarbeit ist der Erzieher der zentrale Mittelpunkt, der mit den Kindern, die aus unterschiedlichen Familien, verschiedenen kulturellen und ethnischen Herkunftsbedingungen stammen und unterschiedliche Erfahrungen und persönliche Eigenheiten mitbringen, zusammen den Nachmittag gestaltet. Hier soll das Zusammenleben in der Gemeinschaft gemeinsame Aktionen, Erlebnisse, Gespräche über Konflikte gefördert werden. Die Kinder müssen lernen, unterschiedliche Meinungen und Ideen zu akzeptieren und eigene Bedürfnisse auch einmal zurückzustellen. Sie sollen einander helfen und unterstützen, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen. Die Kinder dürfen den ganzen Nachmittag das Hofangebot mit seinen Spielmaterialien nutzen. Unsere Arbeit orientiert sich nach dem Situationsansatz (Entwicklungsstand des Kindes in der Situation ) und den ETEP-Prinzipien.

Kinder sind selbständige Persönlichkeiten, die das Recht auf Mitsprache und Mitgestaltung ihres Alltages haben. Unsere Kinder sollen sich weniger auf die Erzieherinnen, als viel mehr aufeinander beziehen, sich dadurch anregen und austauschen.

Nach einem Unterrichtstag können die Kinder am Nachmittag frei wählen, mit wem sie sich wo aufhalten möchten und mit wem sie wann spielen oder andere Dinge tun möchten.

Unser Grundsatz ist, dass Kinder sich am Nachmittag ihren Interessen und Neigungen entsprechend zusammenfinden können und auch die Räume wählen sollen, die ihren Bedürfnissen am ehesten gerecht werden. Durch die Einhaltung bestimmter Grundregeln, wie z.B. An-und Abmelden beim Kommen und Gehen behalten die Erzieherinnen den Überblick und die Kinder die Verantwortung für ihre Freizeit. Es gibt feste Ansprechpartnerinnen für die Kinder. Aber grundsätzlich möchte jede Erzieherin jedem Kind das Gefühl geben, bei Bedarf Rat und Hilfe zu leisten.

Die pädagogische Arbeit orientiert sich vor allem daran, dass die Kinder

  • sich durch eine freudvolle, altersgemäße und interessenorientierte Freizeitgestaltung wohl und geborgen fühlen, gesund entwickeln, ihre geistigen Kräfte erproben, ihre Fantasien entfalten
  • im Umgang miteinander und mit Erwachsenen soziale Erfahrungen erwerben, es lernen, Achtung und Toleranz zu entwickeln, Freundschaften zu pflegen, aber auch Konflikte auszutragen und sie zu lösen, sowie gemeinschaftliche Aufgaben und Pflichten zu erfüllen
  • ausreichend Zeit zur individuellen Beschäftigung, zur Muße und Erholung finden, sich viel an frischer Luft aufhalten,
  • ihr Essen kulturvoll einnehmen
  • gute Bedingungen vorfinden, um eigenverantwortlich ihre Hausaufgaben anzufertigen
  • in allen Freizeiträumen entsprechend ihren Wünschen besondere Erlebnisse haben, sich gut erholen können, viel im Freigelände sind, um Natur und Umwelt zu erleben und mitzugestalten

Pädagogische Ziele

Im allgemeinen Sozialverhalten möchten wir feste Gewohnheiten und Verhaltensweisen entwickeln und ausprägen. Dazu gehört die Entwicklung von Strategien zur gewaltfreien Lösung von Konflikten untereinander, die Ausprägung von Respekt und Achtung anderen gegenüber.

In allen Bereichen und Abschnitten des Tagesablaufes sollen Selbständigkeit und Mitverantwortung der Kinder ausgeprägt werden, besonders bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung von Aktivitäten.

Bei der interkulturellen Erziehung wollen wir über das vielschichtige Lernumfeld hinaus Solidarität und Toleranz ausprägen. Die Kinder sollen an die verschiedenen Religionen, Nationalitäten und deren Besonderheiten herangeführt  werden. Sie lernen Spiele, Tänze, Bräuche und Feste anderer Kulturen kennen.

Inhaltliche und organisatorische Einzelfragen

Unserer offener Ganztagsbetrieb ist in der Zeit von 6.00 Uhr bis 7.30 Uhr und von 13.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Die Frühbetreuung von 6.00 Uhr bis 7.30 Uhr und die Spätbetreuung von 16.00 Uhr bis 18.00 Uhr kann entsprechend des Vertrages von den Kindern genutzt werden.

Nach Unterrichtsschluss übernehmen die Erzieherinnen ihre Kinder im Klassenraum.

Die Kinder gehen mit ihrer Bezugserzieherin gemeinsam im Klassenverband Mittag essen.

Ihre Hausaufgaben erledigen die Schüler zusammen mit der Erzieherin, welche bei Schwierigkeiten hilft.

Am Nachmittag nutzen die Kinder die Freizeitangebote in allen Bereichen. Selbstverständlich richten sich die Angebote auch nach den Wünschen der Kinder. Die Regeln für unsere Räume werden mit den Kindern erstellt und hängen gut sichtbar aus.

Zusätzlich können die Kinder die Spiel- und Bewegungsangebote auf den Pausenanlagen oder der Sporthalle nutzen.

Manche Kinder möchten aber einfach nur mit Freunden spielen und erholen sich dabei von den Anforderungen des Unterrichts.

Zusammenarbeit mit der Schulleitung und den Lehrern

In den Zusammenkünften zwischen dem Schulleiter und der koordinierenden Erzieherin werden regelmäßig notwendige Informationen ausgetauscht und organisatorische Absprachen zum Schulalltag getroffen.

Der Hortnachmittag versteht sich als wichtiger Teil unserer Schule. Die Kooperationsbereiche zwischen Vormittag und Nachmittag sind sehr vielfältig. Sie reichen von den täglichen Aufsichten bis zu der Betreuung der Kinder bei eventuellem Unterrichtsausfall. Die Erzieherinnen sprechen sich mit ihren Kollegen über schulpädagogische Themen ab und tauschen sich über den Stand der Leistungen und der sozialen Kontakte in der Klasse bzw. der Gruppe aus.

Die Zusammenarbeit im Team

Grundsätze in der Zusammenarbeit von der Leitung und Mitarbeiterinnen sind Achtung und Vertrauen, Akzeptanz und Disziplin, sowie Engagement und Kritikfähigkeit.

Entscheidungen werden fast ausschließlich im Team vorbereitet und einvernehmlich getragen. Im Zweifels- oder Streitfall trifft die Leitung diese Entscheidung letztendlich allein. Sie sind für alle verbindlich.

Zuständigkeiten werden im Team diskutiert und im Einvernehmen beschlossen. Sie wechseln entsprechend den Schwerpunkten der Arbeit, Anlässen und Fähigkeiten, sowie Vorlieben der Kollegen.

Zusammenarbeit mit den Eltern

Der Nachmittagsbereich hat den Auftrag einer familienbegleitenden Erziehung. Die Mitarbeit und Mitwirkung der Eltern ergibt sich daraus faktisch zwingend und ist deshalb umfassend zu fördern.

Es finden regelmäßige Elterngespräche statt, an denen über aktuelle Ziele und Aufgaben des Hortnachmittages informiert wird, anstehende Aktivitäten vorbereitet werden und über konkrete Probleme beraten werden kann.